Kategorie: Das bewegt uns!

Die Lebensmittelretter

18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen. Das entspricht einer LKW-Ladung pro Minute. Unglaublich, oder? Aber warum landen noch genießbare Lebensmittel überhaupt in der Tonne? Dafür gibt es verschiedene Gründe: Manche stehen kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) oder haben dieses schon überschritten, andere haben einen Druckfehler auf der Verpackung oder der Hersteller des Produkts ist insolvent gegangen. Es gibt aber auch Speisen, die einfach keine Saison mehr haben oder die aus dem Sortiment genommen werden und deshalb im Müll landen.

Das Berliner Start-up SIRPLUS hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Lebensmittel vor der Tonne zu retten: Sie kaufen überschüssiges, aber noch bestens genießbares, Essen von Herstellern, Händlern und Landwirten auf. Und verkaufen es – bis zu 80 Prozent günstiger – in ihren Rettermärkten in Berlin und über ihren Online-Shop. Etwa 700 Tonnen Lebensmittel konnten sie so im letzten Jahr retten. Das entspricht über 1,5 Millionen Mahlzeiten! Wir haben mit Gründer Raphael gesprochen.

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Raphael Fellmer ist der Gründer und CEO von SIRPLUS ©MarkthalleNeun

Reparieren statt wegschmeißen: Sneaker Rescue

Schuh-Reparatur – was früher selbstverständlich war, macht heute kaum noch jemand. Wenn ein Schuh eine Macke hat, wird einfach ein neuer gekauft – und der alte wandert in den Müll. So leicht machen es sich heute viele. Laut einer Greenpeace-Umfrage war über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen noch nie in ihrem Leben beim Schuster. Sehr schade, denn das ist eine riesige Ressourcen- und Arbeitskraftverschwendung! Denn für die Herstellung eines Lederschuhs werden zum Beispiel knapp 8.000 Liter Wasser benötigt. Außerdem wird Material verbraucht und Arbeiter nähen die Schuhe – teilweise unter schlimmen Bedingungen – zusammen. Oft werden die Sneaker dann noch um die halbe Welt geflogen, bis sie letztlich an unseren Füßen landen. Und wir tragen sie nur ein paar Monate und schmeißen sie dann einfach weg? Das darf nicht sein! Das dachte sich auch Hagen Matuszak aus Berlin. Der 22-Jährige ist gelernter Orthopädieschuhmacher und hat das große Ziel, Schuh-Reparatur wieder cool zu machen. Deshalb hat er das Start-up Sneaker Rescue gegründet.

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Ein Guide für alle, die Wegwerfmode satt haben – Interview mit Alf-Tobias Zahn

Wie kann ich auf Wegwerf-Mode verzichten und mich trotzdem stylisch und modern anziehen? Wie wird mein Kleiderschrank noch nachhaltiger? Und welche Textil-Siegel sind am wichtigsten? Fair Fashion Blogger Alf-Tobias Zahn beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Umstieg von Fast- auf Slow Fashion.

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Cleanup! Gemeinsam können wir viel erreichen – ein Erfahrungsbericht

Verschmutzte Strände, riesige Müllstrudel auf dem offenen Meer und Tiere, die Plastik fressen – und daran sterben. Jedes Jahr landen acht Millionen Tonnen Müll in unseren Ozeanen! Immer mehr Menschen wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie unsere Umwelt mehr und mehr zur Müllhalde wird. Eine davon ist Victoria Blocksdorf aus Düsseldorf. Die 37-jährige Grafik-Designerin organisiert die „Blockblocks Rhein Clean up“-Events, bei denen Müll am Düsseldorfer Rheinufer gesammelt wird.

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Victoria Blocksdorf (Spitzname BlockBlock) ist die Initiatorin von „Blockblocks Rhein Clean ups“ in Düsseldorf.

DIY: So stellst du deine eigene Deocreme her

Bei diesen tropischen Temperaturen ist Deo im Avocadostore-Büro natürlich ein großes Thema – schließlich kann man kaum den kleinen Zeh bewegen, ohne Schweißausbrüche zu bekommen. In den letzten (sehr heißen) Wochen haben wir allerdings festgestellt, dass kaum jemand mit seinem Deodorant richtig zufrieden ist: Viele enthalten Aluminiumsalze, die im Verdacht stehen, das Brustkrebs- und Alzheimer-Risiko zu erhöhen. Andere kann man nur in Plastikpackungen kaufen. Dazu kommt, dass in den Sprays, Cremes und Roll-Ons oft super viel Chemie steckt. So kamen wir auf die Idee, eine eigene Deocreme aus ganz natürlichen Zutaten herzustellen – und direkt dem Härtetest unter Extrem-Bedingungen (36 Grad in Hamburg) zu unterziehen. Gesagt, getan.

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Picknick ohne Plastik

Sommer, Sonne, Hitze! Zu Hause hält es da kaum einer aus. Stattdessen wollen wir rausgehen, mit Freunden am Wasser sitzen oder es uns im schattigen Park gemütlich machen. Leckere Drinks und Snacks dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Gibt es etwas Schöneres als diese endlosen Sommertage, an denen man bis spät abends im Grünen sitzt?

Weniger schön sind allerdings die Müllberge, die sich am Ende eines heißen Tages in den Grünanlagen und an den Flussufern stapeln … Bergeweise Einweg-Geschirr, leere Plastikflaschen und Verpackungen bringen die Abfalleimer zum Überquellen. Wie die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe mitteilten, wurden in der Stadt an nur einem warmen Wochenende in diesem Jahr 20 Tonnen Müll aus den Parks geholt. Das Traurige: Die Picknick-Abfälle werden immer mehr: „2016 waren es in Köln insgesamt 100 Tonnen, 2017 schon knapp 150 Tonnen und in diesem Jahr sind wir durch die lange Sommer-Periode schon Mitte August bei 200 Tonnen“, berichtet Thomas Enzinger von den Kölner Abfallwirtschaftsbetrieben. In anderen Städten sieht es leider nicht anders aus. Absoluter Wahnsinn!

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, ein Zero Waste-Picknick zu veranstalten. Wir haben hier vier tolle, nachhaltige Helfer für euch. Alle Teile sind recycelbar, halten viele Jahre – und sehen auch noch richtig stylish aus.

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DIY: So stellst du dein eigenes Spülmittel her!

Klar, Geschirrspülen ist eh nicht unsere Lieblingsbeschäftigung. Wenn man dann noch daran denkt, dass Spüli meistens Palmöl und jede Menge künstliche Zusatzstoffe enthält, vergeht einem völlig die Lust. Dazu kommt, dass man es nur in Plastikflaschen kaufen kann. Nicht sehr nachhaltig also…

Als wir neulich im Avocadostore-Büro darüber diskutiert haben, erzählte unsere Kollegin Janina, dass sie seit Jahren ihr eigenes Spüli herstellt. So weiß sie genau, was drin ist und kann es in einem nachhaltigen Behälter aufbewahren. Und das Beste: Es geht super einfach. Hier kommt ihre Anleitung:

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„These Shoes are made for walking…“

…und jeden Tag ziehen wir sie an. Kilometerweit laufen wir auf Asphalt, auf Wiesen, auf Waldwegen. Selten denken wir darüber nach, was wir an unseren Füßen tragen. Mittlerweile gibt es viele tolle Alternativen zu herkömmlichen Produkten.

Wir haben nachgefragt bei den Gründern und Gründerinnen von Bahatika, NINE TO FIVE und Jutelaune, was ihre Schuhe nachhaltig macht, wohin sie am liebsten laufen und mit welchen Schuhen sie eine besondere Geschichte verbindet.

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Wir packen unseren Koffer und nehmen mit…

…einen Badeanzug, ein weiches Hamamtuch und eine Sonnenbrille.“ Was braucht man mehr im Sommer? Ok, noch einen Seesack, in dem man alles über die leichte Schulter werfen kann, um dann loszuziehen – da ist ein Koffer viel zu sperrig. Zum nächsten Strand, zum See, in den Park um die Ecke. Eigentlich egal, Hauptsache draußen unter freiem Himmel und zusammen mit unseren Lieblingsmenschen.

Wir haben uns mit den Gründern und Gründerinnen von MYMARINI, nice to meet me, Dick Moby und MARIN ET MARINE unterhalten, deren Produkte wir hier für unsere kleine Reise zusammengewürfelt haben, und sie gefragt, was für sie einen perfekten Sommertag ausmacht oder wohin sie am liebsten verreisen würden.

Unser Seesack ist gepackt, wie sieht es mit eurem aus?.

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Mit nachhaltigen Jeans ein Statement setzen!

Langsam lassen die ersten Sonnenstrahlen unser Herz wieder höherschlagen, ein bisschen kann man sich schon wieder vorstellen, dass es auch eine Jahreszeit gibt, in der wir uns nicht unter übergroßen Jacken und Mänteln verstecken und es, ehrlich gesagt, auch keiner sieht, ob wir darunter unseren Schlafpulli, die bequeme Yogahose oder unseren Pyjama anhaben. Mit dem Frühling kommt zumindest bei uns auch eine große Lust, sich wieder mehr Gedanken über das Outfit zu machen. Ein schöner Basic-Style, der immer fresh und zeitlos ist, ist eine simple Jeans mit einem weißen Shirt.

Fast-Fashion auf Kosten von Umwelt und Gesundheit

Mit dieser Kombi kann man eigentlich nicht viel falsch machen, oder? Doch das kann man. Nicht beim Look, der unterliegt der angesagten Mode und auch dem eigenen Geschmack – und über den lässt sich bekanntlich ja nicht streiten. Aber wisst ihr eigentlich, wer eure Jeans wie hergestellt hat? Man sieht es ihnen nicht an, aber bis konventionell produzierte Jeans im Laden liegen, haben sie bereits einen ziemlich miese Ökobilanz: Bis zu 8000 Liter Wasser werden pro Hose verbraucht und bis zu 23 kg CO2-Emission fallen an. Um den Jeans einen besonderen Look zu verleihen, nehmen Unternehmen das Risiko in Kauf, dass Textilarbeiter in sogenannten Sweat Shops an Lungenerkrankungen sterben. Beim Sandblasting entsteht ein gesundheitsschädlicher Staub, der, wenn er eingeatmet wird, zur unheilbaren Lungenkrankheit Silikose (auch Staublunge genannt) führen kann. Zusätzlich wird die Denim-Ware mit schädlichen Chemikalien bearbeitet, um hellere optische Waschungen zu erhalten. Diese Stoffe tragen wir dann direkt auf der Haut. Solche Jeans können günstig hergestellt werden – auf Kosten der Umwelt, der Gesundheit und den Lebensumständen der Arbeiter und Arbeiterinnen in Textilfabriken – und sind so ein perfektes Produkt der Fast-Fashion-Industrie.

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