hejhej-mats: Yoga mit gutem Gewissen

Als die Studentinnen Sophie und Anna auf einer Ausstellung erfahren, wie schlecht Yogamatten für unser Klima sind, kam ihnen die Idee, nachhaltige Yogamatten herzustellen. Gesagt, getan. Aber was macht ihr Matten denn nun besonders umweltfreundlich? Wir haben mit den Gründerinnen des Labels hejhej-mats gesprochen.

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Anna (l.) und Sophie, die Gründerinnen von hejhej-mats. ©Elina Nomad

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, nachhaltige Yogamatten herzustellen?

Die Idee unser Label hejhej-mats zu gründen, kam uns während unseres Masterstudiums im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement in Schweden. Dort haben wir gemeinsam eine Kunstausstellung besucht, in der es um nachhaltige Themen und die Situation unseres Planeten ging. Das Kunstwerk der türkischen Künstlerin Pinar Yoldas hat uns besonders beeindruckt. Sie prangerte Yogis an, die oft meinen, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen, aber dann nicht bis zu ihrer Matte denken. Denn diese ist eben oft noch aus Plastik oder PVC. Wir zwei fühlten uns ertappt und seit diesem Tag arbeiten wir an unseren recycelten Yogamatten.

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Die nachhaltige Matte gibt es auf avocadostore.de

Was macht eure Matten so nachhaltig?

Unsere Yogamatten werden aus recycelten Materialien hergestellt und sind auch wieder recycelbar. Wir übernehmen die Verantwortung für das Recycling und nutzen die Komponenten der hejhej-mats für die Fertigung neuer Produkte. Zudem produzieren wir in Deutschland und beziehen auch alle unsere Materialien aus Deutschland. Heißt: kurze Transportwege. Die Logos und das Band bestehen aus biologisch abbaubarer Bio-Baumwolle. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jede unternehmerische Entscheidung ökologisch sowie sozial zu reflektieren, daher werden die Logos in Zusammenarbeit mit einer Werkstätte für Menschen mit Behinderungen aufgenäht. Außerdem spenden wir einen Euro pro verkaufter Matte an das „EarthChildProject“. Dieses Projekt ermöglicht Kindern in den Townships von Kapstadt den Zugang zu Yoga und Bildung. Für unsere Yogamatten verwenden wir übrigens nur 100 Prozent recyceltes Verpackungsmaterial und verzichten dabei auf unnötiges Plastik.

Wo und wie werden eure Matten produziert?

Die hejhej-mats werden in der Nähe von Nürnberg produziert. Für die Fertigung verwenden wir Schnittreste aus der Schaumstoffindustrie. Um die Matten noch langlebiger und hygienischer zu machen, werden diese noch mit einer medizinisch konformen Membran umhüllt und mit einem hauchdünnen Textilgewebe stabilisiert. Bisher waren wir bei jeder Produktion persönlich vor Ort und haben mitgeholfen. Das Aufnähen der Logos, sowie das Verpacken und Verschicken der Matten findet in Nürnberg in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderungen statt.

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Das Band und das Logo bestehen aus Bio-Baumwolle – und sind somit auch recyclebar. ©Christin Schwarzer