Die nachhaltige Frischhaltefolie: Bienenwachstücher

Frischhalte- oder Alufolie wird im Normalfall wenige Stunden genutzt und danach weggeschmissen. So entsteht jede Menge Müll. Dabei lässt sich die Folie ganz leicht gegen eine umweltfreundliche Alternative ersetzen: Bienenwachstücher. Die sind nicht nur hübscher und plastikfrei, sondern können auch immer wieder verwendet werden – ein bis zwei Jahre lang. Da die Tücher nur aus ökologischen Zutaten bestehen, können sie danach recycelt oder kompostiert werden. Perfekt, oder?!

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Das dachte sich auch Lucas aus Hamburg und gründete zusammen mit zwei Freunden, Paol und Karla, die Firma gaia. Sie produzieren Bienenwachstücher. Jetzt hat sich der Avocadostore mit dem gaia-Team zusammengetan und eine besondere Tücher-Edition herausgebracht. „So möchten wir dafür sorgen, dass noch mehr Menschen auf die nachhaltige Alternative aufmerksam werden, ihren Konsum überdenken und damit Plastik reduzieren“, sagt Mimi Sewalski, Geschäftsführerin vom Avocadostore. Von jedem verkauften Set spendet der Avocadostore außerdem 50 Cent an die Organisation „STOP! Micro Waste“.

Wofür kann man die Tücher benutzen?

Eigentlich kann man die Tücher genauso verwenden wie Plastik- oder Alufolie und damit zum Beispiel Schüsseln verschließen, darin Käse oder angeschnittenes Obst aufbewahren. Nur rohes Fleisch,  Ei oder rohen Fisch sollten nicht in einem Bienenwachstuch gelagert werden.

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Das Bienenwachstuch könnt ihr wie Frischhalte- oder Alufolie benutzen – zum Beispiel zur Aufbewahrung von Käse

Wie werden Bienenwachstücher hergestellt?

Die Tücher bestehen aus GOTS-zertifizierter Baumwolle, die mit Bio-Bienenwachs von einer Demeter-Imkerin aus Hamburg, Bio-Jojobaöl und natürlichem Baumharz beschichtet wird. Wie das genau geht, seht ihr im Video:

 

Die Tücher haben übrigens eine antibakterielle Wirkung: Denn das Wachs schützt vor Bakterien, das Öl vor Pilzen und UV-Strahlung. Gleichzeitig ist es atmungsaktiv und verhindert die Bildung von Keimen.

Wie pflegt man Bienenwachstücher?

Wenn sie schmutzig geworden sind, kann man sie einfach mit kaltem bis lauwarmem Wasser abspülen. Um Gerüche zu beseitigen sollte man höchstens ein bisschen biologisch abbaubares Spülmittel benutzen. Nach der Reinigung sollten die Tücher gut trocknen (nicht auf der Heizung) und lichtgeschützt verstaut werden. Wenn sich Unebenheiten im Tuch zeigen, kann man es für ein paar Minuten bei 70 Grad in den Backofen legen. Allgemeinen sollten die Tücher aber nie zu lange einer Wärmequelle ausgesetzt sein, Temperaturen zwischen -10 und 26 Grad sind am besten. Bei guter Pflege können die Tücher mindestens ein Jahr verwendet und anschließend recycelt oder kompostiert werden.