Grüne Festivalsaison – Unsere besten Tipps für nachhaltiges Raven, Headbangen und Feiern

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Mit den ersten warmen Tagen hat auch die Zeit der Festivals begonnen. Um euch dafür zu wappnen, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die euch auf durchfeierte Nächte, in nachhaltiger Manier, vorbereiten sollen.

 

Wahl des Festivals

Schon bevor es überhaupt losgeht, könnt ihr eine nachhaltige Entscheidung treffen: bei der Wahl des Tanz- und Musik-Events. Eine Vorzeigeveranstaltung ist beispielsweise das „Openair St. Gallen“, das eine Studie des WWF 2009 als „Umwelt-Champion“ titulierte. Die Veranstalter setzen bewusst Anreize, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Drahtesel anzureisen. Außerdem wird beim Angebot der Essensstände auf dem Festivalgelände darauf geachtet, dass es sich um lokale Produkte handelt und durch die Verwendung von Mehrwegbechern wird eine Reduktion des Mülles angestrebt. Für seine vorbildhaften Aktionen wurde das Openair St. Gallen 2007 mit dem „Green’n’Clean“-Award der Europäischen Festival Organisation YOUROPE ausgezeichnet.

Auch das „Roskilde Festival“ in der gleichnamigen dänischen Stadt hat sich Nachhaltigkeit und soziales Engagement auf die Fahnen geschrieben. Die Veranstalter, eine non-profit Organisation, spendet den gesamten Erlös an wohltätige Vereine und unterstützen so kulturelle und humanitäre Projekte auf der ganzen Welt, wie beispielsweise Ärzte ohne Grenzen oder Amnesty International. Eine Nachhaltigkeits-Idee der besonderen Art wurde dort 2015 ins Leben gerufen: Der Urin der Roskilde-Festivalbesucher wurde gesammelt, zu nahe gelegenen Feldern gebracht und dort als Dünger für Braugerste verwendet. Wenn alles klappt wie geplant, soll das daraus gewonnene Bier auf dem Roskilde 2017 wieder ausgeschenkt werden. „From piss to pilsner“ nennt sich das innovative Beercycling-Projekt.

 

Outfit

Wer sich keine übermäßigen Gedanken um sein Outfit machen möchte, für den sind Einteiler die perfekte Wahl. Diese sind nicht nur stylish, sondern auch super unkompliziert. Bei warmem Wetter vor allem zu empfehlen sind luftige Jumpsuits, oder leichte Kleider in Batikoptik. Noch passende Schuhe und eine Tasche dazu – fertig ist der lässige Festivallook.

Wer es bevorzugt, die anderen Festivalbesucher mit ausgefallenen Print-Shirts optisch zu beeindrucken, kann dies zum Beispiel mit Einhörnern, misanthropischen Messages  oder Fahrrädern  tun. Aber  macht euch am Besten selbst ein Bild, es gibt auf jeden Fall coole & unkomplizierte Festival-Looks, die auch noch nachhaltig sind.

 

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Hitze

Sommerzeit ist Festivalzeit. Doch so schön die Sonne auch ist, hin und wieder muss eine kleine Abkühlung her. Bodysprays bieten angenehme Erfrischung an heißen Festivaltagen. Alternativ zur Neuanschaffung können natürlich auch alte Sprühflaschen recycelt werden: Einfach ordentlich ausspülen und dann immer wieder mit frischem Wasser befüllen. Aber nicht vergessen: Sonnencreme  ist auf Festivals tagsüber Pflicht. Ebenfalls für unangenehme Rötungen sorgen neben ausgedehnten Sonnenbädern auch lästige Mückenstiche. Wer sich ohne viel Chemie vor den Angriffen der fliegenden Blutsauger wappnen will, ist mit biologischen Perfume Sprays  gut beraten.

Um sich selbst bei den wildesten Tanzekstasen nicht in einen Wasserfall aus Schweiß zu verwandeln, legen wir euch lockere, luftige Textilien ans Herz, beziehungsweise um die Hüften. Materialien wie Hanf oder Lyocell sind sehr luftdurchlässig und angenehm auf der Haut.

 

Müll

Die riesigen Abfallberge, die sich im Rahmen eines Festivals anhäufen, sind einer der problematischsten Aspekte im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Vollkommen vermeiden lassen sich diese natürlich nicht. Aber durch mitgebrachtes Geschirr und Besteck aus Bambus können die Massen deutlich reduziert werden. Unser Must-Have für jedes Festival sind außerdem bunte Edelstahl-Flaschen von 24bottles. Damit könnt ihr nicht nur euren CO2-Fußabdruck verkleinern, sondern dank der großen Farbauswahl die Flasche auch passend zu eurem Lieblingsshirt wählen.

Für den Müll, der trotzdem anfällt, gilt: Bitte trennen und dort entsorgen, wo es die Festivalveranstalter vorgesehen haben. Zwei dänische Hochschulabsolventinnen entwarfen 2011 den DropBucket, einen stabilen, recyclebaren Müllbehälter, den es in unterschiedlichen Größen gibt und der auf Festivals zunehmend Verwendung findet.

 

Praktische Helfer

Neben wiederverwendbaren Flaschen gibt es noch allerlei andere praktische Helfer, die im Leben eines/r Festivalgänger(in) nicht fehlen dürfen. Ein Revival erleben gerade Gürteltaschen, da sie einerseits genug Stauraum für Wertgegenstände bieten und euch andererseits nicht im Weg sind, wenn ihr eure Moves auf den Floors eurer Wahl auspackt. Für die Anreise ist natürlich ein größeres Taschen-Model von Nöten. Unsere Empfehlung sind die Rucksäcke von Ethnotek, die mit einigen Vorteilen bestechen: Das Material ist wasserabweisend und die äußeren Stoffe sind auswechselbar. Damit qualifiziert sich der Rucksack als perfekter Begleiter für jedes Festival, bei dem es schmuddelig werden kann.

Apropos schmuddelig: Wir möchten vor unserem nächsten Festivalbesuch in ein nachhaltiges Paar Gummistiefel investieren. Damit ist man für jedes Wetter gerüstet und muss sich keine Plastiktüten um die Schuhe binden, um zu improvisieren, falls es unerwartet regnen sollte. Besonders praktisch sind leichte, dünne Gummistiefeletten, in denen eure Füße nicht allzu sehr ins Schwitzen geraten und die euch beim Tanzen nicht stören. Denn der wichtigste Tipp für jedes Festival, ist natürlich die Musik zu genießen und Spaß zu haben.

In diesem Sinne: Genießt den Festivalsommer!

 

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Hier könnt ihr übrigens nochmal unsere Empfehlungen vom letzten Jahr nachlesen!