No more plastic – Alternativen zu Kunststoff

Plastik bestimmt unser Leben.

Ob Zahnbürste, Duschgel, Computer oder Handy: In fast allen Gegenständen, die wir im täglichen Leben nutzen, ist zumindest ein Anteil Kunststoff enthalten.  Der Grund dafür ist die extreme Vielseitigkeit und die große Haltbarkeit von Kunststoffen.

Genau diese Haltbarkeit führt jedoch dazu, dass diese Produkte teilweise hunderte von Jahren in der Umwelt verbleiben ohne sich zu zersetzen und so einen riesigen Schaden verursachen. In unseren Weltmeeren befinden sich schon jetzt gigantische Mengen von Plastikmüll, die teilweise zu Müllteppichen von mehreren hundert Quadratkilometern heranwachsen. Diese werden von Tieren oft mit Nahrung verwechselt und gefressen.

Über das Plankton, welches von Fischen gefressen wird landen die schädlichen Stoffe dann über Umwege wieder auf unseren Tellern.  Von den weltweit 200 Millionen Tonnen, die produziert werden, landen zwischen 6 und 28 Millionen Tonnen im Meer. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte kann dies hier machen und sollte sich den Film Plastic Planet ansehen. Engagieren kann man sich zum Beispiel beim NABU oder bei der Surfrider Foundation, die z.B. auch Strand-Aufräumaktionen an der Nordsee organisiert.

plastik

Bereits die Anzahl an Plastiktüten ist erschreckend. Allein in Deutschland werden jedes Jahr 5 Milliarden Plastiktaschen verwendet. Weitere Probleme bei der Herstellung von konventionellem Kunststoff sind die Nutzung von petrochemischen Rohstoffen und die teilweise Verwendung von krebserregenden Weichmachern.

Was kann man nun konkret gegen Plastik tun?

1) Reduce

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, den persönlichen Verbrauch an Kunststoffen zu reduzieren.

Bio-Kunststoffe bieten die Vorteile von Plastik (leicht und haltbar), kommen jedoch ohne petrochemische Rohstoffe aus. Als Ausgangsstoffe werden hauptsachlich Stärke und Cellulose als Biopolymere von Zuckern, zum Beispiel aus Mais oder Zuckerrüben verwendet. Theoretisch sind schon heute alle bekannten Kunststoffe schon mit nachwachsenden Rohstoffen statt solchen auf Erdölbasis herstellbar.

Aufgrund der höheren Kosten in der Herstellung haben diese Bio-Kunststoffe jedoch erst einen Marktanteil von unter 1 %. Bei Avocado Store findet ihr eine große Auswahl an Alternativen aus Bio-Plastik, z.B. von Zuperzozial, Biodora und BIOBU von EKOBO. Jedoch sind auch diese Stoffe, speziell bei Einwegverpackungen nicht frei von Kritik. Angesichts der begrenzten Anbauflächen ist der Anbau von Nutzpflanzen für Bio-Plastik, wie auch für Bio-Treibstoffe umstritten. Mehr zu dem Thema findet ihr hier und hier.

Eine Alternative zur klassischen Tupperdose bietet Glasslock. Hier besteht lediglich der Deckel aus BPA-freiem Kunstschoff, der Behälter an sich komplett aus recycelbarem Glas.

2) Refuse

Eine weitere Möglichkeit ist Vermeidung von Plastik in jeder Form. Mehrwegverpackungen sind hier der Schlüssel. Benutzt einfach zum Einkaufen einen Jutebeutel, z.B. unseren Care or Die Beutel oder einen Rucksack wie z.B. unser neues Lieblingsstück von Frija Omina. Verzichtet auf dem Weg zur Arbeit auf den obligatorischen Coffee-To-Go Becher und benutzt stattdessen einen wiederverwendbaren Becher von Zuperzozial. Übrigens sehen diese eh wesentlich stylischer aus. Und aus dem persönlichen Lieblingsbecher schmeckt der Kaffee noch viel besser.

Auch beim Wasser trinken kann jeder seinen Beitrag leisten. Anstatt sich mit Wasserflaschen abzuschleppen, kann man einfach auf Leitungswasser umsteigen. Dafür haben wir tolle Flaschen von Soulbottles oder retap.

Diese haben viele Vorteile: Wasser aus der Leitung ist 4000 x günstiger als in abgefüllter Form. Es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland  und seine Ökobilanz gegenüber Flaschenwasser fällt 1000 x besser aus.

3) Recycle

Zu guter letzt ist Recycling eine Alternative, um Ressourcen zu sparen. Mülltrennung ist hier der erste Schritt. Nur so kann der anfallende Plastikmüll überhaupt in den Recycling-Kreislauf gelangen und wiederverwertet werden.

Inzwischen gibt es besonders Schmuck und Taschen in allen Variationen, die aus recycelten Produkten hergestellt werden. Aber auch Jacken können z.B. aus recycelten PET-Flaschen hergestellt werden.

Eine Übersicht von Produkten mit denen ihr euren Plastikkonsum reduzieren könnt findet ihr hier.

Wanja