Die Schönheit aus dem Norden: Skandinavisches Eco-Design

Die Skandinavier gelten meist als lockere Naturfreunde mit dem idealen Schulsystem. Auch dem Design aus dem Norden eilt der Ruf voraus, Stil und Umweltbewusstsein zu verbinden. Skandinavische Kreationen stehen für Minimalismus, Funktionalität und Avantgarde. Das gilt für Fashion ebenso wie für Inneneinrichtung.

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Quelle: Oyoy

Seit den 1950er Jahren spricht man von Skandinavischem Design und meint damit Kreationen aus Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Ursprünglich lag die erste Gemeinsamkeit in den Designs der nordischen Länder darin, „Schönheit für das Volk“ zu schaffen. Mit anderen Worten: die avantgardistischen Kreationen sollten für jeden bezahlbar sein. Heute gibt es ein neues Konzept, das viele skandinavische Designer verbindet: Eco-Design. Diese Entwicklung wird besonders in der Mode deutlich. Bei der Berliner Fashion-Show im Juli 2013 gab es zahlreiche skandinavische Eco-Labels zu bewundern. So zeigte die BREAD & BUTTER  unter anderem die lässige Männermode von Knowledge Cotton Apparel aus Dänemark und die für immer coolen, schwedischen Nudie Jeans. Auch auf den Fashion Shows in Stockholm und Kopenhagen sind nachhaltige Materialien und Recycling keine Seltenheit. Es stellt sich die Frage:

Was macht die Skandinavier zu den Avantgardisten in Sachen grüne Mode?

Die finnische Modedesignerin Minna Hepburn erklärt sich das so: „In Finnland ist die Natur so präsent, dass sich die Leute mehr Gedanken darüber machen, wie sie diese schützen können.“ Wir erklären uns das mit der erfolgreichen Umweltpolitik der Skandinavier. Ein Beispiel: Bei einem internationalen Ranking über die grünsten Städte Europas, belegten Kopenhagen, Stockholm und Oslo die ersten drei Plätze. Da ist es nur eine logische Konsequenz, dass sich das ökologische Bewusstsein auch auf Mode und Design ausweitet.

Und das fängt schon bei den Kleinsten an: Die dänischen Labels Katvig, Noa Noa Miniature und Serendipity sind der klare Beweis dafür, dass die Skandinavier Style und Ökobewusstsein schon im Kindesalter aufnehmen. Das zeigen auch die schwedischen Kinderlabels Maxomorra und Cmig eindeutig.

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Quelle: Maxomorra 

Eine Besonderheit in der skandinavischen Modebranche ist die Nordic Initiative Ethical and Clean, kurz NICE.  Die Initiative vereint die Fashion-Institute der skandinavischen Länder und Islands und setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen und erhöhten Umweltschutz im Textilsektor ein. Die Mitglieder haben einen 10-Jahresplan aufgesetzt. Darin haben sie fünf Bereiche festgelegt, die sie in der nordischen Textilbranche verbessern wollen: die Reduzierung von Abfall, Wasser und CO₂-Emissionen beim Rohstoffanbau und der Produktion, der umweltfreundliche Verbrauch von Chemikalien z.B. beim Färben der Textilien und ein starker Fokus auf faire Arbeitsbedingungen. Nicht nur die Zusammenarbeit der Länder und der jeweiligen Designer machen skandinavisches Eco-Design besonders. Vor allem der Stil gewinnt die Herzen der grünen Community.

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Quelle: Knowledge Cotton Apparel über fashionboxx

Erst der Look, dann das Öko

Die Grundregel des skandinavischen Eco-Designs ist simpel: an erster Stelle steht der Style. Bestes Beispiel dafür ist das hippe Label A question of aus Dänemark: das ist coolste Streetwear von den Straßen Kopenhagens. Auch die Finnen von Nurmi überzeugen als erstes durch ihren entspannt-trendigen Look. Dass die schönen Kleider auch noch aus Biobaumwolle und fair produziert sind, wird oft erst an zweiter Stelle kommuniziert.

Wir finden diesen nordischen Ansatz genau richtig. Umweltschutz und korrekte Arbeitsbedingungen sind ein must-have in der Fashionbranche und kein Trend-Accessoire, das man in der nächsten Saison ablegt. Dass darüber hinaus auch noch schöne Klamotten geboten werden, ist für uns selbstverständlich.

Noch mehr Skandinavische Eco-Labels bei Avocado Store

Für all diejenigen, die nicht extra in den kalten Norden reisen wollen, um sich vom Designstil Skandinaviens zu überzeugen, gibt es ja Gott sei dank Avocado Store. Dort finden Sie neben den erwähnten Fashion-Labels eine feine Auswahl an skandinavischem Eco-Design. Dazu gehören die minimalistischen Badezimmer-Accessoires der schwedischen Marke Iris-Hantverk und die bunten Recycling-Taschen von Globe Hope aus Finnland. Wer noch nicht genug von nordischer Eco-Fashion hat, wird sicher bei der schlichten Streetwear vom dänischen Label The Baand fündig. Und wenn Sie Ihrem Zuhause den stilvollen Touch des Nordens geben wollen, dann lassen Sie sich einfach von den frechen Dekoartikeln von ferm LIVING und Isak inspirieren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf der Reise in den stilvollen Norden!