Wissen wo’s herkommt! Such dir deinen eigenen Bauern.

In früheren Posts haben wir schon öfter über Urban oder Guerilla Gardening berichtet. Urban Gardening ist in Deutschland mittlerweile gut vertreten und durch Initiativen wie den Prinzessinengarten in Berlin, das Gartendeck in Hamburg oder den Stadtacker Wagenhallen in Stuttgart bekannt geworden. Dort kann man nicht nur gemeinschaftlich gärtnern und ernten, sondern auch wunderbar tolle Menschen kennenlernen.

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Für alle unter euch mit grünem Daumen, die einen eigenem Garten oder Balkon besitzen, gibt es bei Avocado Store die Gemüsegarten-Box von meine Ernte. Mit dieser könnt ihr auch Zuhause einen Schritt in Richtung Selbstversorgung machen: Die Box liefert euch ein Komplett-Angebot und enthält alles, um Gemüse im eigenen Garten anzubauen. Von Bio-Saatgut über Anzuchttöpfchen bis hin zum Naturdünger.

Eine weitere Möglichkeit, sein eigenes Gemüse anzubauen bieten die Ackerhelden. Frei nach dem Motto: Echte Helden ackern selbst.

Als Ackerheld pachtest du deinen eigenen, bio-zertifizierten Gemüsegarten. Im Frühjahr wird dort eine Reihe von Gemüsesorten in die Erde gebracht, um euch das Gärtnern und Ernten so leicht wie möglich zu machen. Je nach Witterung gehört der Acker dann ab Mitte Mai dir. Bis Ende Oktober kannst du dort knackfrisches Gemüse ernten, neu einsäen und pflanzen! Deinen eigenen Gemüseacker und weitere Infos findest du hier.

Dein eigener Bauer

Eine etwas andere Bewegung ist die Solidarische Landwirtschaft – kurz SOLAWI. Ihr Anliegen ist nicht nur eine gesunde Ernährung und die Wiederannäherung an den Anbau von Nahrungsmitteln; sie konzentriert sich außerdem auf die Erhaltung bäuerlicher ökologischer Betriebe.

Konkret handelt es sich bei Solidarischer Landwirtschaft oder auch Community Supported Agriculture (CSA) um einen Zusammenschluss von einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer Gruppe privater Haushalte. Auf Grundlage der Jahreskosten (inkl. Gehalt von Mitarbeitern, für Ernteausfälle  und Reparaturen) der landwirtschaftlichen Produktion verpflichtet sich die Gruppe, regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag, einen sogenannten Ernteanteil, an den Hof zu zahlen.

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Durch den Teilnahmebeitrag abonniert man quasi einen bestimmten Anteil an den landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Dies sichert den Hof gegen Schwankungen und Preisentwicklungen des Marktes ab, denn die Ernteanteile finanzieren die Landwirtschaft unabhängig von den Produkten. So teilen sich alle Beteiligten die Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Im Gegenzug hast du ein Mitspracherecht, was angebaut werden soll und bekommst regelmäßig, z.B. einmal in der Woche, eine Lieferung voller frischer Nahrungsmittel direkt nach Hause oder zu einer zentralen Sammelstelle. Was du dort in den Korb steckst, wird nicht kontrolliert, denn Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen sind sehr wichtig bei diesem Konzept. Ein weiterer Vorteil: Auch Gemüse, das nicht der Norm entspricht und normalerweise aussortiert wird, kann geerntet und an die Mitglieder abgegeben werden.

Der Hof bekommt Hilfe, du erlebst Landwirtschaft.

Es gibt eine Vielzahl von Konzepten, die individuell auf die Höfe und Mitglieder oder Teilhaber zugeschnitten sind. Bei manchen darfst du auch selbst mit anpacken und ein jährlicher Arbeitseinsatz auf dem Feld gehört zu deinen Pflichten. Das ist dann Arbeitseinsatz, Familientreffen und Happening zugleich!

So gewinnen alle Beteiligten: Du, die Bäuerin, der Bauer, der Hof und die Region.

Weitere Infos und eine Liste aller Initiativen und Höfe, die Solidarische Landwirtschaft betreiben, findest du hier.

So get your own farmer, eat healthy and do good!

Nadja