Warum die Ökojeans die bessere Wahl ist

Die Jeans begleitet uns jeden Tag und ist aus keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Ob Schlaghose, Röhrenjeans, Latzhose, Jeansrock, Jeansjacke, in verschiedensten Waschungen und Farben, die Vielseitigkeit des robusten Baumwollstoffes ist groß.

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Hinter einer konventionellen Jeans verbirgt sich sehr viel mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Denn viele wissen nicht: Jede Jeans hinterlässt einen großen ökologischen Fußabdruck. Es fängt schon beim Anbau an. Konventionelle Baumwolle wird auf riesigen Plantagen in Monokulturen angebaut. Folgen davon sind verödete Landstriche, Erosion und ein gewaltiger Wasserverbrauch. Hinzu kommen die langen Transportwege. Jede Hose legt vom Baumwollfeld bis zur Ladentheke eine weite Reise zurück. Nicht, weil das unbedingt nötig wäre, sondern oft, weil gewisse Arbeitsschritte in verschiedenen Ländern kostengünstiger durchgeführt werden können. Insgesamt sind es etwa 50.000 km, die eine Jeans reist – mehr als einmal um die Erde.

Auch die Arbeitsbedingungen und Bezahlungen der Bauern und meist Näherinnen sind alles andere als rosig. So werden die meisten Textilien in Asien angefertigt, weil dort die Löhne extrem niedrig sind. Dort dürfen die Näherinnen sich weder selbst organisieren, noch Forderungen irgendeiner Art stellen. Meist sind es junge Frauen, die in den Fabriken arbeiten, um ihre Familien auf dem Land zu finanzieren. Sie arbeiten häufig 10-14 Stunden am Tag, haben nur wenige Pausen, keine Sicherheit und bekommen eine extrem schlechte Entlohnung.

Hinzu kommt, dass beim Färben, Bleichen, Waschen und Bedrucken von Jeans Unmengen gesundheitsschädlicher Chemikalien eingesetzt werden. Diese schaden nicht nur den Menschen in den Fabriken, sondern auch der Umwelt und bedrohen somit unmittelbar den Lebensraum der dort lebenden Menschen und Tiere.

Mehr Fakten zur Jeans findet ihr in der Infografik.

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Die Jeansproduktion hat wenig mit Freiheit und Coolness zu tun, wie es uns sooft in der Werbung versprochen wird. Wer trotzdem nicht auf Jeans verzichten möchte, hat inzwischen viele nachhaltige Marken als Alternative. Bei der Herstellung von Öko-Jeans wird die Umwelt geschont und darauf geachtet, dass in allen Teilen der Produktionskette fair gehandelt wird, die Arbeitsbedingungen human sind und möglichst viel Bio-Baumwolle verwendet wird. Die Jeans von z.B. Nudie, Kuyichi oder Bleed sind dabei von der Optik und vom Trendfaktor her nicht mehr von konventionellen Modellen zu unterscheiden. So hat man als Träger/Trägerin im doppelten Sinne ein gutes Gefühl beim Tragen und setzt auch ein Statement für Umweltschutz, Ethik und Menschenwürde.

Da ein ganz wichtiger Faktor beim Jeanskauf eine gute Passform der Hose ist, hat sich Mimi beim Jeansshopping persönlich von der Passform und dem Sitz von Ökojeans überzeugt. Sie trägt auf dem Foto die wunderbare Linda Hobo Jeans von Kuyichi.

Unser Fazit: Lieber eine tolle, gut sitzende Bio-Jeans an Stelle von fünf konventionellen Jeanshosen.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Woche und viel Spaß bei der Suche nach der perfekten Öko-Jeans!