Selbstversuch Nr.4: Geteilter Konsum

– „Tausche 3 Zimmer Wohnung in Altona gegen 2 Zimmer Wohnung in Kreuzberg.“

– „Swopping am Samstag Nachmittag: Neuer Style, mehr Platz im Schrank!“

– Ein Parkplatz in Flensburg (meiner Studienstadt) wird an einem Sonntagabend schnell zu einer Mitfahrbörse junger Leute. Mit vollen Wochenendtaschen machen sie sich gemeinsam auf den Weg in ihre Heimat/-oder Studienstadt – sie kennen sich nicht, haben aber mehr Spaß als allein im überfüllten, teuren Zug zu fahren.

Alle Welt surft gerade auf der „Tausch und Teilen“- Welle – it’s called Collaborative Consumption! Also geteilter Konsum! Alles ist schon da, also lasst es uns untereinander austauschen, als immer Neues zu kaufen! Eine Bewegung unserer Generation, die sich aus zwei Beweggründen entwickelt hat.

Zum einen durch die Geldersparnis , die das Teilen von Fähigkeiten und Gütern mit sich bringt. Das Praktische daran ist, dass mir ein Gut zugänglich gemacht wird, ohne dass ich es besitzen muss. Zum anderen ist ein Beweggrund auch das gemeinschaftliche Konsumieren als Lebenseinstellung.

Frei nach dem Motto: Was mir gehört, gehört auch dir!

Die Idee, sich die Dinge zu teilen, gibt es seit Jahrhunderten, jedoch ist durch die Industrialisierung die massenhafte Billig-Ware in den Vordergrund gerutscht, so dass jeder in der Lage war sich etwas zu leisten und dies hat man dann auch getan. Aber gerade in Bezug auf die Probleme unserer Zeit, wie Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit und Ausbeutung der Menschen entwickeln sich immer mehr Möglichkeiten für neuen Konsum. Es gibt den grünen Konsum, wie er bei Avocado Store möglich ist. Hier wird der nachhaltige Konsum durch biologische und ökologische Produkte gefördert.

Eine weitere tolle Alternative ist das Teilen von Konsumgütern. Es geht nicht mehr darum Dinge zu besitzen, sondern darum die Funktion nutzen zu können. Es ist zum Beispiel nicht mehr länger ein Privileg ein Auto zu besitzen sondern eben mobil zu sein und das geht seit der Mitfahr-und Wir-Teilen-Uns-Ein-Auto-Bewegung ganz leicht.

Also was kann ich bewusst teilen, um überflüssigem Konsum zu reduzieren?!?

Meinen Konsum zu teilen beschränkt sich momentan auf Mitfahraktionen per Internet von Flensburg nach Hamburg, oder von Hamburg nach Köln. Oder eben Klamottentauschabende mit meinen Mädels.

Momentaufnahme: Es treffen sich Freundinnen, trinken einen Sekt (oder auch nicht), und tauschen ihre nicht mehr getragenen Sachen. Hört sich erst vielleicht komisch an, aber erstaunlicher Weise geht man mit echten Lieblingsteilen wieder nach Hause. Denn mal ehrlich, Frauen sind ja nun mal so, dass Klamotten nicht kaputt sein müssen, damit man sie nicht mehr trägt: „Die Farbe steht mir nicht! ,,Die Hose ist irgendwie unvorteilhaft“.

Blabla, kein Grund die Teile weg zu schmeißen.

Also ran da – Klamottentausch schockt ;)

Aber im Rahmen dieses Selbstversuchs will ich natürlich auch mal etwas Neues ausprobieren. Die Idee: Garten in der Stadt, ohne einen eigenen zu ,,besitzen“! Also schwingen wir uns aufs Rad und es geht in die Feldstraße zum gemeinsamen gärtnern. Hier befindet sich, mitten in der Schanze, ein kleiner Garten, wo jeder seinen grünen Daumen ausleben kann. Also die Sonne scheint und Hamburg bekommt heute ein Blümchen mehr. We like!

Elske_blog_links

Und der Trend geht weiter. Share deine Bohrmaschine, deinen Beamer oder deine Kamera für bestimmte Momente! Eine gute Sache, beziehungsweise ein toller Trend, der getestet werden sollte!

Für die Reisenden unter uns gibt es zum Beispiel 9Flats. Das ist eine Online-Plattform, wo Privatpersonen ihre Häuser, Zimmer oder andere Schlafmöglichkeiten vermieten können. Das ist eine tolle Alternative zu überteuerten Hotels oder überfüllten Jugendherbergen. Und von Hamburg, Berlin über London und Paris sind tolle Städte und Schlafmöglichkeiten vorhanden. 

We go for it!

Have a nice week, Elske!