Reduce Reuse Repair Recycle Redistribut

Ist nicht weniger mehr?

Ein bekanntes Thema, was so unsexy daher kommt, dass wir uns hier zum Einstieg eines braungebrannten Singer/Songwriters bedienen, um die Aufmerksamkeit zu halten.

Heute kommt der Zeigefinger also mal in Verkleidung eines sexy Surfers.

Das nimmt man nicht nur eher an, als wenn die Ökofraktion Samstag Nachmittag auf der Einkaufsstrasse den Konsumverzicht entgegen brüllt. Nein, vielleicht beginnt man auch nachzudenken, ob ein Surfer Dude wie Jack Johnson es wirklich schafft, ökologisches Bewusstsein cool zu machen.

Jack Johnson singt, „reduce reuse recycle“ als würde er über seinen letzten Surftrip singen, umringt von Kindern, die von Nachhaltigkeit singen und ihr Idol anhimmeln.

Surfer haben ein anderes, selbstverständlicheres Bewusstsein für die Natur, weil sie ja ständig von ihr umgeben sind.

Surfer haben auch seit einigen Jahren diesen Idolcharakter, den viele Jugendliche bewundern. Daher ist es großartig, wenn solche Leute beginnen, ihre Aufmerksamkeit zu nutzen.

In meinem neuen Lieblingsbuch „What´s mine is yours“ wird das 3 R´s sogar noch ergänzt mit einem redistribut and repair.

Die 5 R´s sind die Schlagworte in Kalifornien. Es gibt sogar Schulunterricht, wo den Kindern beigebracht wird, wie sie Müll vermeiden, Dinge wieder reparieren können, Sachen tauschen oder einfach länger verwenden können.

 

Wofür stehen also diese Schlagworte ganz konkret im Alltag?

Hier in Hamburg in meinem Alltag, könnte es ungefähr so aussehen.

Ich gehe morgens auf dem Weg ins Büro zum Bäcker mit meinem eigenen Kaffeebecher (reduce)

Mittags lasse ich während des Essens die Schuhe reparieren, statt gleich neue zu kaufen (repair)

Im Büro trinken wir Wasser aus Mehrweg Glasflaschen und lassen das Obst liefern aus der Region (recycle und „regional“ ;))

Abends treffe ich mich mit meinen Mädels und wir tauschen unsere Sachen, statt eines Shopping Wahnsinns in der Stadt (redistribut)

Und wiederverwenden (reuse) können wir eigentlich alles. Öfter mal einen Nachfüllpack kaufen. Eigene Beutel zum Einkaufen mitnehmen, statt Plastiktüten zu nutzen oder hin und wieder auch mal überlegen, bevor man etwas wegschmeisst.

Ökologisches Bewusstsein ist kein Lifestyle, sondern eine Notwenigkeit.

Es ist ein Verbrechen, dass Firmen tatsächlich noch Produkte produzieren, die eine Halbwertzeit von hunderten von Jahren haben.

Reduce, Reuse, Recycle, Repair, Redistribut ist das Motto 2011.

Diese fünf Worte zeigen innerhalb von Minuten, dass man immer die Wahl hat sich zu entscheiden.

Lieber gute und ausgewählte Produkte mit gutem Gewissen kaufen, als wahllos zu horten und anzusammeln, was man beim nächsten Umzug eh wieder wegschmeißt.

Ich bekomme meinen Kaffee im Coffe Shop sogar günstiger, wenn ich meinen eigenen Becher mitbringe.

Meine Klamotten werden jetzt konsequent getauscht und es macht sogar Spaß die Freundin im ehemaligen Lieblingshoodie zu sehen.

Es sind die kleinen Dinge, die etwas bewirken.

Und wenn wir in diesem Jahr die Marke von 6 Milliarden Menschen auf der Erde wirklich sprengen, ist die Chance groß, dass viele ähnlich denken und diese Kraft auch einiges bewegt.

Ein kluger alter Mann von Maui sagt mir mal, „anything is nowhere, which is actually NOW HERE!“ und er grinste durch seine Zahnlücken.