Kuscheln im Treppenhaus

Gestern passierte das, was grundsätzlich dann passiert, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann: Nur mal schnell was aus dem Keller geholt und schwupps, bricht der Schlüssel in der Haustür ab. Es war Abend, ich war mit Matteo bei meiner Mutter und wir wollten eigentlich gleich nach Hause fahren, Schlafenszeit. Nun standen wir da, leicht bekleidet und völlig mittellos, schließlich war der einzige Mann in der Truppe mit seinen fünfeinhalb Monaten keine wirkliche Hilfe.

Zum Glück hatte ich Matteo für den Kellergang in seine vincente Schmusedecke gehüllt! Und seine Mahlzeit hatte ich ja auch dabei. So stillte ich ihn also im Treppenhaus, während Nachbar Nummer 1, im wahren Leben Polizist, eine halbe Stunde versuchte, die Tür zu knacken. Leider vergeblich. Inzwischen war Matteos Geduld zu Ende, er war müde und schrie wie am Spieß! Glücklicherweise war das die Rettung: Durch das Babygeschrei alarmiert, eilte der Nachbar von unten zu Hilfe, im wahren Leben Handwerker, ein Pole. Ruck zuck war die Tür auf… Ein Toast auf die Nachbarschaft und weil es einfach mal gerade passt: ein Toast auf Klischees!

Kuscheldecke

Übrigens: So eine Kuscheldecke ist viel mehr als nur eine Decke. Wir benutzen sie zum Schlafen, im Kinderwagen, im Autositz, auf dem Fußboden und zu jeder Gelegenheit, wenn ich keine Lust habe, Matteo richtig anzuziehen. Dann wickele ich ihn einfach hinein und habe ein kuscheliges Knäuel, das garantiert warm ist.