Cosma und die Fairtrade-Wolle

Der Vorhang fällt, das Licht geht an und für einen Moment steht eine Person im Mittelpunkt allen Geschehens. Menschen, die diese Erfahrung gemacht haben, scheinen sich, sobald sich der Vorhang wieder schließt, oftmals zu fragen: Und wohin mit all dem Applaus?

Dass Cosma Shiva Hagen, ihres Zeichens Schauspielerin, Synchronsprecherin und Werbeikone in Personalunion, sich diese Frage schon selbst beantwortet hatte wusste ich. Sie nutzte die Aufmerksamkeit um ihre Person und engagierte sich beispielsweise bei Nacktdemos von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) gegen das Tragen von Tierfellen oder als Botschafterin des UNHCR, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen.

Als ich vor kurzem jedoch auch bei Transfair.org ein Bild von ihr entdeckte, wurde ich neugierig.

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Wofür machte die junge Schauspielerin sich nun stark? Die Antwort lautete: Für fair gehandelte Baumwolle.

Ihr persönlicher Kommentar zu dem Engagement: „Während man sich mit so oberflächlichen Dingen wie Klamotten beschäftigt, kann man gleichzeitig dazu beitragen, dass Menschen nicht mehr ausgebeutet werden. Und man weiß, wo das, was man kauft, herkommt.“

Auch wenn sie es nicht aufs Wort gesagt hat, verdrängt Hagen also ein Stück Oberflächlichkeit aus ihrem Leben, indem sie sich für andere stark macht. Ich würde das eine Win-Win Situation des Wohlbefindens nennen!

Aber es kommt noch besser, denn jetzt haben auch Dritte etwas von Cosma Shiva Hagens Fairtrade-Engagement: In Zusammenarbeit mit Noble Projects designte die Schauspielerin ein T-Shirt. Entstanden ist ein auf Fairtrade-Biobaumwolle gedrucktes kleines Kunstwerk, dessen Reinerlös dem Unicef-Projekt „Schulen für Afrika“ zugute kommt.

Es ist ein bißchen wie die alte Kinderüberraschungs-Eier-Formel, lediglich in einer neuen Mixtur: Man bekommt prominentes Design, auf fairen Stoffen und spendet gleichzeitig für einen guten Zweck. Und das wiederum garantiert Spiel, Spaß, Spannung für viele afrikanische Kinder, deren Schulbildung ihnen im besten Fall ein Leben ermöglichen wird, von dem ihre Eltern nur träumen konnten.

Also jetzt „spenden“, dafür ein Shirt bekommen und dann im Café nicht schüchtern sein, wenn ihr darauf angesprochen werdet! Denn ihr wisst ja nun: Sobald die Aufmerksamkeit da ist, muss man das Wort ergreifen, wenn man etwas bewegen will.