hejhej-mats: Yoga mit gutem Gewissen

Als die Studentinnen Sophie und Anna auf einer Ausstellung erfahren, wie schlecht Yogamatten für unser Klima sind, kam ihnen die Idee, nachhaltige Yogamatten herzustellen. Gesagt, getan. Aber was macht ihr Matten denn nun besonders umweltfreundlich? Wir haben mit den Gründerinnen des Labels hejhej-mats gesprochen.

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Anna (l.) und Sophie, die Gründerinnen von hejhej-mats. ©Elina Nomad

Interview mit Verena Paul, der Gründerin von LOVJOI

Es ist kaum zu glauben, dass das Fashion-Label LOVJOI erst vor knapp fünf Jahren gegründet wurde. Denn schon jetzt ist es aus der Eco-Fashion-Szene nicht mehr wegzudenken. Neben vier vollumgänglichen Kollektionen pro Jahr, gibt es jetzt sogar eine Unterwäsche-Kollektion. Uns hat Verena, der Gründerin von LOVJOI, verraten, wie es hinter den Kulissen des Labels aussieht, wie und wo sie ihre Klamotten produzieren und wie es zu der Zusammenarbeit mit Geflüchteten aus Syrien kam.

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Verena Paul, die Gründerin von LOVJOI

DIY Bio-Mülltüten – ohne Kleber, ohne Plastik

Welche Mülltüten eignen sich am besten für den Bio-Müll? Lange galten die biologisch abbaubaren Kunststoff-Müllbeutel als die beste Wahl. Aber jetzt wissen wir: Diese Tüten müssen in den Kompostieranlagen wieder aus dem Müll gefischt werden, weil sie nicht schnell genug verrotten und die Qualität des Komposts gefährden. Laut dem Bundes­umwelt­amt haben diese abbaubaren Kunststoffe übrigens keine bessere Ökobilanz als herkömm­liches Plastik. Nicht sehr nachhaltig also!

Wir haben eine Alternative gefunden, die ganz ohne Plastik und ohne Kleber auskommt: Mülltüten aus Zeitungspapier! Die saugen Feuchtigkeit auf und können im Gegensatz zu Plastiktüten kompostiert werden. Die Druckerschwärze macht inzwischen keine Probleme mehr, da sie frei von Schwermetallen ist. Auch das Bayerischen Landesamtes für Umwelt bestätigt, dass Zeitungspapier in geringen Mengen auf dem Kompost kein Problem ist. Super: So bekommt das Papier eine zweite Funktion und wir schonen die Ressourcen und sparen auch noch Geld.

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Fair Trade – was ist das eigentlich?

„Fair Trade“ – das hat jeder schon mal gehört. Aber was bedeutet das eigentlich genau? Viele denken bei dem Begriff an Bananen, Kaffee oder miefige Öko-Läden. Dabei steckt so viel mehr dahinter. Seit knapp 70 Jahren zeigt die Fair Trade-Bewegung, dass es Gerechtigkeit im Welthandel geben kann. Wichtig dafür sind „nur“ ein paar Regeln, die die schwächeren Marktteilnehmer, zum Beispiel Kleinbauern und Handwerker, vor den negativen Auswirkungen ungleicher Handelsbeziehungen schützen. Genau dafür setzen sich Fair Trade-Organisationen ein. Jetzt gibt es eine neue Fair Trade-Charta, in der die grundlegenden Werte des fairen Handels festgehalten wurden.

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Nachhaltige Smartphones – die wichtigsten Fragen und Antworten

Wir haben seit längerer Zeit nachhaltige Smartphones auf unserem Marktplatz. Aber was ist an einem herkömmlichen Smartphone eigentlich nicht nachhaltig und was ist beim Fairphone und beim Shiftphone anders? Wir haben mit Hermann Hetzer, Experte für grüne Elektronik, darüber gesprochen.

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Die nachhaltige Frischhaltefolie: Bienenwachstücher

Frischhalte- oder Alufolie wird im Normalfall wenige Stunden genutzt und danach weggeschmissen. So entsteht jede Menge Müll. Dabei lässt sich die Folie ganz leicht gegen eine umweltfreundliche Alternative ersetzen: Bienenwachstücher. Die sind nicht nur hübscher und plastikfrei, sondern können auch immer wieder verwendet werden – ein bis zwei Jahre lang. Da die Tücher nur aus ökologischen Zutaten bestehen, können sie danach recycelt oder kompostiert werden. Perfekt, oder?!

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„Nachhaltiges Banking – dein Geld, dein Impact!“

Wir kaufen fairen Kaffee, wollen genau wissen, wie und mit welchen Materialien unsere Klamotten hergestellt sind und entscheiden uns, möglichst plastikfrei leben zu wollen. Kunden überlegen sich heutzutage bewusst, welche Marken und Projekte sie mit ihrem Geld unterstützen und welche ökologischen und sozialen Auswirkungen das hat. Aber wie nachhaltig ist unsere Bank und was passiert mit unserem Vermögen, das wir auf dem Konto parkt? Die wenigsten haben sich bislang Gedanken darüber gemacht.

„Unser Geld finanziert dezidiert nur Dinge, die einen positiven Wandel ermöglichen“, das ist das Versprechen, das Tomorrow seinen Kunden gibt. Aber was heißt das? Für Jakob Berndt, einer der drei Gründer, ist Tomorrow mehr als ein smarte Kontolösung, er sieht seine Firma eher als Bewegung und Plattform denn als Bank. Was das bedeutet und wie die Tomorrow-Crew gerade die Bankenbranche herausfordert, darüber haben wir mit ihm gesprochen. Noch ist das Thema „krass Nische“, wie Jakob sagt, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.

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Jakob Berndt ist einer der drei Gründer von Tomorrow

Interview mit der Body Positivity-Aktivistin Zinteta

Die bekannte spanische Künstlerin Cinta Tort Cartró alias Zinteta bemalt Frauenkörper, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. So setzt sie sich für eine positive Einstellung zum natürlichen, weiblichen Körper ein. Und hat damit großen Erfolg: Weltweit berichten die Medien über ihre Kunst, auf Instagram hat sie knapp 100 Tausend Follower. Zinteta unterstützt unsere „Fair To Myself“-Unterwäschekollektion – und hat sogar die Models bemalt. Wir haben mit ihr über Dehnungsstreifen, Schönheitsideale und ihre Einstellung zu ihrem eigenen Körper geredet.

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©Julian Essink

 

Die Lebensmittelretter

18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen. Das entspricht einer LKW-Ladung pro Minute. Unglaublich, oder? Aber warum landen noch genießbare Lebensmittel überhaupt in der Tonne? Dafür gibt es verschiedene Gründe: Manche stehen kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) oder haben dieses schon überschritten, andere haben einen Druckfehler auf der Verpackung oder der Hersteller des Produkts ist insolvent gegangen. Es gibt aber auch Speisen, die einfach keine Saison mehr haben oder die aus dem Sortiment genommen werden und deshalb im Müll landen.

Das Berliner Start-up SIRPLUS hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Lebensmittel vor der Tonne zu retten: Sie kaufen überschüssiges, aber noch bestens genießbares, Essen von Herstellern, Händlern und Landwirten auf. Und verkaufen es – bis zu 80 Prozent günstiger – in ihren Rettermärkten in Berlin und über ihren Online-Shop. Etwa 700 Tonnen Lebensmittel konnten sie so im letzten Jahr retten. Das entspricht über 1,5 Millionen Mahlzeiten! Wir haben mit Gründer Raphael gesprochen.

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Raphael Fellmer ist der Gründer und CEO von SIRPLUS ©MarkthalleNeun

Reparieren statt wegschmeißen: Sneaker Rescue

Schuh-Reparatur – was früher selbstverständlich war, macht heute kaum noch jemand. Wenn ein Schuh eine Macke hat, wird einfach ein neuer gekauft – und der alte wandert in den Müll. So leicht machen es sich heute viele. Laut einer Greenpeace-Umfrage war über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen noch nie in ihrem Leben beim Schuster. Sehr schade, denn das ist eine riesige Ressourcen- und Arbeitskraftverschwendung! Denn für die Herstellung eines Lederschuhs werden zum Beispiel knapp 8.000 Liter Wasser benötigt. Außerdem wird Material verbraucht und Arbeiter nähen die Schuhe – teilweise unter schlimmen Bedingungen – zusammen. Oft werden die Sneaker dann noch um die halbe Welt geflogen, bis sie letztlich an unseren Füßen landen. Und wir tragen sie nur ein paar Monate und schmeißen sie dann einfach weg? Das darf nicht sein! Das dachte sich auch Hagen Matuszak aus Berlin. Der 22-Jährige ist gelernter Orthopädieschuhmacher und hat das große Ziel, Schuh-Reparatur wieder cool zu machen. Deshalb hat er das Start-up Sneaker Rescue gegründet.

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