Wolle is it

So, endlich Februar. Ein herrlich kurzer Wintermonat. Doch noch ist der Frühling nicht gemacht, es wird noch kalt bleiben, damit müssen wir rechnen! Als Mutter eines rasant wachsenden Babys stehe ich vor einem Dilemma, denn die bisherigen Wintersachen passen nicht mehr. Lohnt es sich, noch einmal in die warme Kleidung zu investieren? Die Antwort ist ganz klar ja! Denn zum einen sollte ein Kind nicht aus falscher Sparsamkeit frieren und zum anderen kommt der nächste Winter ganz bestimmt. Ich kaufe einfach eine Nummer größer und hoffe, dass Matteo seine Zentimeterumsätze etwas drosselt, damit es auch noch im nächsten Winter passt. Ansonsten wird halt weiterverliehen, ausgetauscht oder wiederverkauft. Ich habe das Glück, ein paar kleinere und größere Babys in der Umgebung zu haben, meine Freundinnen und ich tauschen permanent hin und her. Die erste Hälfte des Winters haben wir auch schon in einem geliehenen Overall überstanden. Das macht richtig Spaß und ist gelebte Nachhaltigkeit! Außerdem rechtfertigt das schlussendlich jeden guten Kauf – man kauft nicht nur für sich allein. Und auf 2. Wahl zurückzugreifen, bringt nichts. Ich habe versucht, Matteo in den ausrangierten Schneeanzug einer entfernten Nachbarin zu stopfen. Doch darin konnte er sich überhaupt nicht bewegen und hat hinterher geschwitzt wie verrückt. Der Anzug bestand zu 100% aus Polyester… Bei aller Liebe zur Weiterverwendung, da hört es dann doch auf. An Wolle oder Wollwalk kommt einfach nichts ran, das habe ich diesen Winter gelernt. Egal, wie kalt oder nass es draußen war: In seinem Wollwalk-Overall war Matteo immer angenehm warm, ohne zu schwitzen. Außerdem ist so ein Anzug nicht so aufgepumpt, dass er die Bewegungsfreiheit einschränkt. Für mich gibt es keine Alternative.

 

Wollwalkoverall_von_engel

 

Außer natürlich so eine schöne Wollhose wie die von Vincente. Die ist perfekt für drinnen, wenn es “fußkalt” ist. Oder für Ausflüge im Tragetuch, wenn die Beine raushängen. Außerdem sieht sie supersüß aus! Und nächsten Winter freut sich dann Matteos kleiner Freund.

 

Wollhose_von_vincente

 

Konsumvorsatz 2011: Am richtigen Ende sparen

Heute Nacht hatte ich sowas wie einen Alptraum. Ich ging eine von Gräben gesäumte, düstere Straße entlang und in den Gräben lagen hungernde Kinder. Dazu die Stimme einer Freundin im Ohr: In diese Welt setze ich keine Kinder. 


War ich gerädert, als ich aufwachte! Ich schaute in das Gesicht meines kleinen Matteo und fragte mich, ob es vielleicht verantwortungslos war, ein Kind zu bekommen? Die Antwort ist ganz klar nein! Solange es uns Menschheit gibt, sollten wir auch bemüht sein, uns zu erhalten! Und es “wieder gut” zu machen! Wer soll denn sonst die Welt retten? 

 

Dennoch: Ein Jahr ungleich prall gefüllt mit furchtbaren Naturkatastrophen liegt hinter uns. Und immer noch schaffen so viele Kinder auf dieser Welt das 1. Lebensjahr nicht, weil sie vorher verhungern. Und dass Konzerne wie BP überhaupt noch existieren, nachdem sie mit ihrer Ölplattform einen so unglaublichen Schaden angerichtet haben, ist schon echt unfassbar. 

 

Mein wichtigster Vorsatz für 2011 lautet deshalb einmal mehr so schlicht wie ergreifend: Hinschauen! Und nachdenken! Brauche ich wirklich immer das, was ich haben will? Und wenn ja, wie ist es entstanden, wo kommt es her, wo geht es danach hin? Ich trage schließlich nicht nur die Verantwortung für mich und meinen Sohn, sondern auch für das, was ich tue. Ich werde also noch mehr zusehen, nicht am falschen Ende zu sparen. Und ich hoffe, dass es immer mehr Leute ebenfalls tun.

 

Um meine düsteren Gedanken wieder aufzuhellen, habe ich mir übrigens einen neuen I Love my Planet Body von Bio Shirt für Baby Matteo gegönnt. Und bevor Fragen aufkommen: Ja, den brauchen wir! Dringend!

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15. Türchen: Ein halbes Jahr und kein bisschen sauber

Gestern hatte Matteo seinen ersten Halbgeburtstag. Jetzt ist er sechs Monate alt! Dafür gab es natürlich auch schön ein dickes Geschenk: eine Rakete von BAJO.

Rackete

Ich finde, dass das gut zu ihm passt, er ist schließlich selber eine. Leider hat er noch nicht ganz kapiert, was man mit den einzelnen Bausteinen machen soll, er kaut einfach nur drauf rum. Er guckt sie sich nicht einmal richtig an! Wenn er nach etwas greift und es blitzartig zum Mund führt, kommt er mir manchmal vor wie ein Frosch, der erst lauert und dann schwupps: die Zunge rausfährt und das Objekt der Begierde verschlingt.

Es gibt tatsächlich nichts, dass er nicht zu beißen versucht. Mein Hund kann sich noch ganz gut dagegen wehren und lässt höchstens mal ein paar Federn. Ich frage mich nur manchmal, wie vorsichtig ich tatsächlich sein muss. Eine Packung Taschentücher zum Beispiel wurde garantiert nicht für Babymünder produziert. Trotzdem liebt Matteo sie. Und dass ich jedes Teil gründlich spüle, bevor es in Matteos Klauen gerät, kann ich auch nicht behaupten. Bleibt mir nur zu hoffen, dass das kleine Immunsystem durch diese Herausforderungen ganz groß und stark wird. Letztlich ist mein Kleiner ja jetzt schon groß und vielmehr, als beim Kauf von Babyzubehör und Spielsachen kompromisslos zu sein, kann ich nicht machen. Letztlich sollte man auch noch etwas Vertrauen in die natürlichen Schutzinstinkte des menschlichen Organismus haben, sonst müssten wir ja verzweifeln angesichts der kleinen und großen Unsauberkeiten des Alltags!

8. Türchen: Still ruht die Mami

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Vor etwa einem Jahr wusste ich noch nicht einmal, dass es so etwas gibt und heute kann ich nicht mehr ohne: Das Stillkissen (hier das Stillkissen Hund von Efie)! Auch, wenn es seine Dienste namensgerecht erfüllt, hätte es meines Erachtens eine weitreichendere Bezeichnung verdient, denn ein Stillkissen ist vielmehr als nur ein Kissen zum Stillen! Es ist quasi ein zu einer Riesenwurst geformtes Kissen, dass sich Mütter um die Hüfte legen, um darauf ihr Baby zum Stillen zu betten. So wird das Stillen nicht zu einer Belastung für den Rücken. Doch schon in der Schwangerschaft hat es mir ebenso den Rücken entlastet und das Schlafen trotz dicken Bauches leicht gemacht. Auch als kleines Nest fürs Baby oder eben einfach für die Großen als Seitenschläferstütze: Ein Stillkissen ist Urlaub für den Körper! Ich gebe meines nicht mehr her, auch wenn es seinen eigentlichen Dienst im Prinzip erfüllt hat. Es ist jetzt eben nicht mehr das Baby-Stillkissen, sondern das Still-ruht-die-Mami-Kissen.

 

 

 

3. Türchen: Der bescheidene Wunschzettel meines Babys

Die ganzen letzten Wochen habe ich mich heimlich gefreut, dass Matteo noch zu klein ist für einen Adventskalender. Der 5-vor-12-Stress, 24 kleine Säckchen zu füllen, kommt früh genug und wird dann auch erstmal bleiben. Doch ich habe die Rechnung ohne meinen Sohn gemacht, denn heute lag ein Wunschzettel auf dem Küchentisch. Als Junge stehen bei ihm natürlich die Bauklötze ganz oben. Und natürlich ein Flugzeug. Für den musikalischen Ausgleich soll der Klangbaum sorgen, doch der macht natürlich noch nicht genug Krach, also braucht Matteo auch noch ein Babyschlagzeug. Und weil man auf vier Beinen nicht stehen kann – zumindest mein Kleiner noch nicht – ist der fünfte und letzte Wunsch auch wieder was für Babys: der Kuschelelch für lange Winternächte im Babyschlummerland. Ich als bescheidene Mutter habe nur einen Wunsch: Möge der Kuschelelch endlich auch meine Nächte verlängern…

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Kuscheln im Treppenhaus

Gestern passierte das, was grundsätzlich dann passiert, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann: Nur mal schnell was aus dem Keller geholt und schwupps, bricht der Schlüssel in der Haustür ab. Es war Abend, ich war mit Matteo bei meiner Mutter und wir wollten eigentlich gleich nach Hause fahren, Schlafenszeit. Nun standen wir da, leicht bekleidet und völlig mittellos, schließlich war der einzige Mann in der Truppe mit seinen fünfeinhalb Monaten keine wirkliche Hilfe.

Zum Glück hatte ich Matteo für den Kellergang in seine vincente Schmusedecke gehüllt! Und seine Mahlzeit hatte ich ja auch dabei. So stillte ich ihn also im Treppenhaus, während Nachbar Nummer 1, im wahren Leben Polizist, eine halbe Stunde versuchte, die Tür zu knacken. Leider vergeblich. Inzwischen war Matteos Geduld zu Ende, er war müde und schrie wie am Spieß! Glücklicherweise war das die Rettung: Durch das Babygeschrei alarmiert, eilte der Nachbar von unten zu Hilfe, im wahren Leben Handwerker, ein Pole. Ruck zuck war die Tür auf… Ein Toast auf die Nachbarschaft und weil es einfach mal gerade passt: ein Toast auf Klischees!

Kuscheldecke

Übrigens: So eine Kuscheldecke ist viel mehr als nur eine Decke. Wir benutzen sie zum Schlafen, im Kinderwagen, im Autositz, auf dem Fußboden und zu jeder Gelegenheit, wenn ich keine Lust habe, Matteo richtig anzuziehen. Dann wickele ich ihn einfach hinein und habe ein kuscheliges Knäuel, das garantiert warm ist.

Ode für ein Nilpferd

 

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Eigentlich bin ich seit Jahren überzeugte Wärmeflaschenbesitzerin und dachte zunächst nicht daran, mir etwas anderes anzuschaffen. Doch seit Matteo da ist, ist alles anders, so auch das. Es gibt einfach zu viele gute Gründe für ein Wärmekissen.

Erstens hat jedes Baby was Neues verdient, zweitens ist keine Flasche so schön wie ein Kissen. Drittens wird es draußen immer kälter. Viertens kommt nach der Kolik die Ernährungsumstellung und fünftens immer mal ein Zähnchen. Der Bedarf nach Wärme geht also sechstens niemals aus. Siebtens braucht man kein heißes Wasser, das achtens nichts auf einem Baby zu suchen hat. Neuntens sind sie oft Kuscheltier und Wärmekissen in einem, zehntens in unserem Fall ein Nilpferd und siehe da: elftens habe ich jetzt auch für mich so eins.

 

Alarm im Kinderzimmer!

Ich bin immernoch ganz erschüttert. Seit ich von den frappierenden Testergebnissen beim Spielzeugcheck der Stiftung Warentest gehört habe, weiß ich gar nicht mehr, was ich glauben soll: Gute Namen wie Brio oder Sigikid befleckt, der sichere Kahn Holzspielzeug abgesoffen, Gütesiegel nur Schall und Rauch! Mein kleiner Mann nimmt gerade alles in den Mund, was ihm in die Finger kommt. Und wenn ich nicht bei genau für solche Zwecke hergestellten Spielzeugen sicher sein kann, wo dann?

Ich bin Matteos Kiste einmal durchgegangen und habe rigoros aussortiert. Leider bleibt jetzt nicht mehr viel übrig: Eine Giraffe, ein zigfach gewaschenes Schnuffeltuch und das Holztrapez von Heimess. Stoffbuch, Ball und Greifling werde ich neu anschaffen – und genau hinschauen, wie die hergestellt worden sind. Die Tatsache, dass die belasteten Spielzeuge zu langfristigen Schäden führen können – bis hin zur Unfruchtbarkeit – ist mir das Risiko nicht wert.

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Mehr Infos zum Test und worauf man achten sollte gibt es hier im Blog von Avocado Store.

Übrigens: Im Avocado Store lassen sich die Einzelheiten zu den Spielzeugen in den ausführlichen Produktbeschreibungen nachlesen. Zum Beispiel, welche Materialien zum Einsatz gekommen sind und mit welchen Farben und Klebern gearbeitet wurde. Doch auch hier gilt: Im Zweifel lieber einmal mehr nachfragen. Mit Hilfe der „Ich habe eine Frage“-Funktion können Fragen direkt an den Hersteller bzw. Händler gerichtet werden. Das nenne ich Transparenz! Die Spielsachen, die ich Matteo ersetzen muss, gibt es hier auch, und zwar ökologisch einwandfrei und noch dazu supersüß: StoffbuchBall und Greifling im Avocado Store!

Mami Nina bloggt für Avocado Store

Hallo – ich bin Nina und seit viereinhalb Monaten Mutti. Wenn man die Zeit der Schwangerschaft mitrechnet, könnte man sagen, dass ich seit rund einem Jahr ein neuer Mensch bin. Denn mein Bewusstsein für meinen Teil in der Gesellschaft hat sich enorm verändert. Ich trage jetzt aktiv für den Erhalt der Menschheit bei! Und ich gehöre damit in eine andere Gattung – in die der Mütter. Das ist wirklich eine ganz besondere Art Mensch. Was ich so erlebe, denke und durchmache, soll Gegenstand dieses Blogs sein und ich lege gleich mal los.

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Einmal pro Woche gehen wir zum Rückbildungskurs. Mit seinen viereinhalb Monaten ist mein Sohn Matteo der Senior der Gruppe. Ich bin dort also auch schon am längsten Mutti von allen. Was nicht heißt, dass ich die älteste bin! Aber immerhin kann ich regelmäßig mit meiner herausragenden Erfahrung glänzen oder zumindest anhand meines Sohnes vorzeigen, was auf die „Kleinen“ als nächstes so zukommt. Aktuell ist nämlich das Sabbern ganz groß angesagt. Von heute auf morgen lief es nur so raus aus Matteos Mund. So schnell kann man ein Kind gar nicht umziehen, wie es wieder naß ist. Also muss ein Lätzchen her. Das kann schnell mal durchgespült und zum Trocknen auf die Heizung und dient noch dazu als modisches Accessoire. Wichtig: Beim Lätzchen sollte man keine Kompromisse in der Qualität eingehen, denn es landet oft mit den kleinen Fingern im Babymund. Während die Kleinen im Rückbildungskurs also noch auf dem Trockenen liegen, hat mein Großer schon mal gezeigt, wie man auch mit größeren Wassermengen elegant umgeht.

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